wurde in London geboren und wuchs in Kenia auf. Sie studierte Englische Literatur an der Universität von Bristol. Ihr Debütroman »Ishq and Mushq« erschien im Jahr 2007. »The Obscure Logic of the Heart« folgte drei Jahre später (dt. »Die Logik des Herzens«, 2012). In der Reihe Quick Reads erschien 2011 ihre Novelle »Strangers on the 16:02«. Ihre schriftstellerische Arbeit wurde für den Commonwealth Writers’ Prize, den Dylan Thomas Prize sowie den International IMPAC Dublin Literary Award nominiert. Basil hat Artikel und Essays für Lettre International, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Neue Zürcher Zeitung, Die Zeit, Tagesspiegel, TAZ und The Guardian verfasst. Sie ist Mitbegründerin von Authors for Peace. Außerdem ist sie eine der sieben Co-AutorInnen des Aufrufs von Schriftstellern gegen Massenüberwachung von 2013. Zuletzt erschien auf Deutsch: Priya Basil und Chika Unigwe: Erzählte Wirklichkeiten: Tübinger Poetikdozentur 2014.
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2016
THEMAIn Europa wächst derzeit das Bestreben, das Eigene zu definieren und das heißt: sich abzugrenzen. Grenzzäune sind wieder an den Staatsgrenzen errichtet worden. Gesellschaftliche Gruppen stecken ihre Terrains und Claims auf der Suche nach sozialen, kulturellen und religiösen Eigenheiten immer entschiedener, nicht zuletzt aggressiver ab. Nachdem auch staatliche Obergrenzen für Flüchtlinge heftig diskutiert werden, steht die Frage im Raum, wo die inneren Grenzen der offenen Gesellschaft sind. Die Diskussionen um Burka-Verbote, die Verweigerung von Handschlägen zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen: All das zeigt, begleitet von öffentlicher Empörung, eine nervöse Verunsicherung über die eigene Identität. Was gehört noch unverzichtbar zum gesellschaftlichen, zum kulturellen und religiösen, nicht zuletzt zum nationalen Selbstverständnis? Wo liegt die Grenze, hinter der das Eigene sich auflöst und das Fremde beginnt? Worauf spekuliert ein völkisches Identitätskonzept, das populistische Parteien in ganz Europa derzeit so erfolgreich propagieren, in einer globalisierten Welt? Die Römerberggespräche wollen in Erfahrung bringen, wie mit individuellen Verunsicherungen und einem allgemeinen Unbehagen umgegangen werden kann? Was sagen uns diese Identitätskonflikte über unsere Gesellschaft? Welche Formen der Identität gibt es in einer pluralistischen Gesellschaft? Und wie soll ein liberaler Rechtsstaat mit den Herausforderungen gelebter und beanspruchter Mannigfaltigkeit umgehen? Wieviel Vielfalt können wir ertragen, wieviel Einheit müssen wir fordern, und was darf an wechselseitiger Integration verlangt werden?
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