Cécile Schortmann ist in Düsseldorf aufgewachsen und hat Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und Psychologie in München studiert. Während dessen hat sie als Requisiteurin, Statistin, Bühnenbild- und Regieassistentin am Bayerischen Staatsschauspiel gejobbt und erste journalistische Erfahrungen bei Radio, Fernsehen und Film (unter anderem bei Antenne Bayern, Deutsche Welle und ORB) gesammelt. Seit dem Abschluss ihres journalistischen Volontariats beim Hessischen Rundfunk moderiert sie im HR-Fernsehen das Kulturmagazin „Hauptsache Kultur“ und seit 2008 in 3sat die „Kulturzeit“, zudem Sondersendungen zu wichtigen Kulturereignissen wie der Berlinale, der „documenta“ und den Buchmessen sowie Preisverleihungen und Podiumsdiskussionen.
-
-
2026
THEMAGegen den Aufstieg autoritärer und populistischer Parteien hat national wie international bisher kein Mittel geholfen: Weder Brandmauern noch Anbiederung haben Wirkung gezeigt. Im Gegenteil – gerade die konservativen Parteien werden zwischen Kooperation und Imitation aufgerieben, während sich die Hoffnung, die Autoritären würden sich dabei entzaubern, nicht erfüllt hat. Nun bereiten sich zahlreiche Institutionen und viele Menschen in Deutschland auf ein möglich scheinendes Szenario vor: den Wahlsieg einer Partei, die in Teilen als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wird und deren Vertreter offen verfassungsfeindliche Positionen beziehen. Was geschieht, wenn sie in Regierungsverantwortung kommen und politische Macht übernehmen? Wie liefe ein solcher Prozess der Machtübergabe ab, welche Folgen hätte er für die Bundesrepublik – und wie kann die Gesellschaft darauf noch reagieren? Die Römerberggespräche als Ort demokratischer Gesprächskultur und gesellschaftlicher Kontroverse wollen sich dieses Themas annehmen und ihm statt Fatalismus Anschauung und Diskussion entgegensetzen.
-