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Wikipedia Bildnachweis: librairie mollat (youtube), CC BY 3.0, source

Adam Tooze

Adam Tooze wurde 1967 in London geboren. Als Sechsjähriger zog er mit seinen Eltern nach Heidelberg, wo sein Vater John Tooze eine Forschungsstelle als Molekularbiologe antrat. Zehn Jahre später trennten sich seine Eltern und er zog mit seiner Mutter nach England zurück. Tooze studierte am King’s College (Cambridge) Volkswirtschaftslehre und an der FU Berlin. Er wurde 1996 an der London School of Economics and Political Science zum Ph.D. promoviert.[1] In seiner Dissertation, die mit mehreren Wissenschaftspreisen ausgezeichnet wurde, befasste er sich mit der Verbindung zwischen der Entstehung der modernen, nationalen Statistik und der Krise des deutschen Staates zwischen 1900 und 1945. Tooze lehrte seit 1996 Wirtschaftsgeschichte am Jesus College der University of Cambridge. 2009 wurde er Professor für moderne deutsche Geschichte an der Yale University. 2015 wechselte er an die Columbia University in New York.

Er gehört der unabhängigen Historikerkommission an, die vom Bundesministerium der Finanzen am 14. Juli 2009 eingesetzt wurde, um die NS-Verstrickungen des Reichsfinanzministeriums aufzuklären. Einer breiteren deutschen Öffentlichkeit wurde Tooze mit seiner Kritik an dem Buch Hitlers Volksstaat von Götz Aly bekannt.

VITA

    • 2022


      THEMA
      Der 24. Februar 2022 bedeutet für Europa ein böses Erwachen. Bisherige außenpolitische Normen und diplomatische Regeln wurden durch den das Völkerrecht verhöhnenden russischen Überfall auf die territoriale Integrität eines freien Landes in ihren Grundfesten erschüttert, nicht zuletzt ein traditionell verankerter Pazifismus. Zahllose Menschen, aber auch bisherige Gewissheiten sind unter der Kriegsmaschinerie Putins begraben worden. Der Angriff auf die Ukraine hat die Vorstellung einer auf Kooperation gegründeten globalen Ordnung erschüttert. Der Westen sieht sich über Nacht mit geostrategischen Ambitionen konfrontiert, bei denen Russland von Atommächten wie China und Indien Rückendeckung erhält. Putins Krieg zielt nicht nur auf die Ukraine, sondern auch auf die Stabilität und den inneren Frieden westlicher Demokratien. Die offenen Gesellschaften werden beweisen müssen, dass sie der militärischen und geistigen Mobilmachung ihrer Feinde gewachsen sind. Die mit dem Fall der Mauer entstandene Hoffnung auf ewigen Frieden in Europa scheint als Illusion entlarvt worden zu sein. Worauf werden wir uns in Zukunft überhaupt noch verlassen können? Was sollen wir tun? Was dürfen wir hoffen? Moderation Hadija Haruna-Oelker und Alf Mentzer
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