Anetta Kahane (geboren am 25. Juli 1954 in Ost-Berlin) ist eine deutsche Publizistin sowie Gründerin und langjährige Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung. In der Bürgerrechtsbewegung der DDR wirkte sie am Zentralen Runden Tisch mit. Seither engagiert sie sich gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus. Kahane war die erste und zugleich letzte Ausländerbeauftragte des Ost-Berliner Magistrats. Nach der Wiedervereinigung baute sie die Regionale Arbeitsstelle für Ausländerfragen in Berlin mit auf und setzte sich für eine interkulturelle Bildung an Schulen in den neuen Bundesländern ein. Ende 1998 initiierte sie die Amadeu Antonio Stiftung und war bis März 2022 deren hauptamtliche Vorsitzende. Von 1974 bis 1982 war sie Inoffizielle Mitarbeiterin (IM) der DDR-Staatssicherheit, was nach Bekanntwerden 2002 öffentliche Debatten auslöste. Kahane war öfter Ziel rechtspopulistischer und rechtsextremer Angriffe und aufgrund ihrer jüdischen Herkunft auch antisemitischer Anfeindungen.
-
-
1998
THEMAREFERENTEN: Ulrich Beck, Hauke Brunkhorst, Daniel Cohn-Bendit, Efim Etkind, Jacques-Pierre Gougeon, Wilhelm Hankel, Michael Krätke, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Birigit Mahnkopf, Wolfgang Mommsen, Oskar Negt, Roderich Reifenrath, Erwin K. Scheuch, Richard Sennett, Andrzej Sczypiorski – GESPRÄCHSTEILNEHMER: Rüdiger Altmann, Christoph Clermont, Johannes Goebel, Dieter Grimm, Annetta Kahane, Pierre Léy, Andrea Maihofer, Cem Özdemir, Torsten Rhau, Jürgen Seifert, Ilse Staff, Rouzbeh Taheri, Ulrich Willems – MODERATION: Erhard Denninger, Ulrich Wickert
-