Seit 1973 in ununterbrochener Folge

Die nächsten Römerberg­gespräche finden wieder statt am 30. April 2022Thema und Programm folgen.

Samstag 30. Apr 2022

10:00

17:00

Uhr

Schauspiel Frankfurt am Main

Sprache. Macht. Gerechtigkeit.Wer darf wie reden?

Samstag 6. Nov 2021

10:00

17:00

Uhr

Chagallsaal, Schauspiel Frankfurt am Main

Gender-Sternchen und Binnen-I und diskriminierende Begriffe – um nichts wird derzeit so leidenschaftlich gestritten wie über die richtige Sprachverwendung. Gerechtigkeitsempfinden steht dabei gegen Sprachgefühl. Die einen wollen inklusiver und diskriminierungsfreier sprechen, die anderen fühlen sich zu phonetischen Verrenkungen genötigt. Während für die einen Sprache der Hort historischer und gesellschaftlicher Ungerechtigkeiten ist, fühlen andere sich durch die Inflation immer neuer Sprachnormen bevormundet und überfordert. Gender-Sprache gilt mancherorts inzwischen als Herrschaftssprache eines gut gebildeten Milieus, an dem nicht alle teilhaben. Während auf der anderen Seite Non-binäre und Trans-Menschen damit um gesellschaftliche Sichtbarkeit ringen. Schon macht die Behauptung von einer „Sprachdiktatur“ die Runde. Es geht hier offenbar um mehr als nur um die korrekte Wortendung. Worum geht es hier eigentlich und wer bestimmt, wie wir reden sollen?
Die Republik auf allen VirenWieviel Angst verträgt die Demokratie?

Samstag 22. Mai 2021

10:00

17:00

Uhr

Livestream aus dem Schauspiel Frankfurt am Main

Die Pandemie gerät zum Stresstest – nicht nur für das Individuum, sondern auch für das politische System. Grundrechte werden eingeschränkt, Gesetze zu Verordnungen verkürzt. Die Regierung inszeniert sich als effizienter Krisenmanager, der aus wissenschaftlichen Erkenntnissen alternativlose Konsequenzen zieht. Grenzüberschreitend werden angesichts der viralen Bedrohung Rückfälle in autoritär anmutendes Staatshandeln und überwunden geglaubten Nationalismus sichtbar. Bleibt den Bürger*innen derweil nur noch Angst und Ohnmacht, wenn Experten das Sagen haben? Welche Langzeitfolgen wird der fortgesetzte Lockdown haben – psychisch und politisch? Was wird aus individueller Freiheit, wechselseitigem Vertrauen und staatsbürgerlicher Souveränität? Wie verändert sich das Verhältnis von Staat, Wissenschaft und Gesellschaft? Wie kann die Zivilgesellschaft wieder zum Ort einer kritischen Öffentlichkeit werden? Wieviel Vertrauen müssen wir dem staatlichen Handeln und wissenschaftlicher Wahrheit gegenüber aufbringen; wie sehr können wir es in Frage stellen – ohne haltlosem Verschwörungsglauben in die Hände zu spielen? In Krisenzeiten werden die Grenzen und Möglichkeiten des Politischen neu bestimmt – mit welchen Risiken und Nebenwirkungen? Das fragen die Römerberggespräche im Superwahljahr 2021 und vier Monate vor der Bundestagswahl.
Zwischen Wahnsinn und MethodeVernunft in Zeiten von Pandemie und Populismus

Samstag 21. Nov 2020

10:00

18:00

Uhr

Paulskirche, Frankfurt am Main

Nur keine Angst!Zivile Unerschrockenheit in Zeiten von Hass und Hetze

Samstag 21. Mrz 2020

10:00

18:00

Uhr

Chagallsaal, Schauspiel Frankfurt am Main

Aufgrund der aktuellen Vorsichtsmaßnahmen hinsichtlich der Verbreitung des Covid-19-Virus musste die geplante Intervention der Römerberggespräche „Nur keine Angst! Zivile Unerschrockenheit in Zeiten von Hass und Hetze“ am 21. März 2020 im Chagallsaal des Schauspiel leider entfallen.
30 Jahre nach dem MauerfallMehr Aufbruch wagen!

Samstag 2. Nov 2019

10:00

18:00

Uhr

Schauspiel Frankfurt am Main

1989 endete nicht nur eine Epoche der deutschen Geschichte. Auch der Ost-West Gegensatz schien in der Folge glücklich überwunden, offene europäische Grenzen und Demokratisierung ehemaliger Diktaturen verhießen eine bessere Zukunft.Längst ist diese Aufbruchsstimmung einem politischen Kater gewichen. Innerhalb Europas sind neue Spaltungen entstanden, und auch global haben Mauern und Grenzen wieder Konjunktur. Sorgen um soziale Sicherheit, künftigen Wohlstand und ökologische Angstvisionen sind an die Stelle der 89er-Euphorie getreten.Die Römerberggespräche nehmen das 30-jährige Jubiläum des Mauerfalls zum Anlass einer kritischen Bilanz der globalen Gegenwart: Wo verlaufen heute die großen Konfliktlinien und Gräben, und wo müsste 2019 ein vergleichbar mutiger Aufbruch in eine neue Epoche gewagt werden?
Last Exit nach dem BrexitIst Europa noch zu retten?

Samstag 11. Mai 2019

10:00

18:00

Uhr

Schauspiel Frankfurt am Main

Noch nie stand Europa so unter Beschuss wie jetzt. Wünsche nach einer Rückabwicklung der Integration stehen im Raum oder haben auch schon in einigen Mitgliedsstaaten der EU zu konkreten Schritten geführt. Die Kritik wird begleitet von ganz unterschiedlichen Einschätzungen über die Versäumnisse und Fehler, die in der Vergangenheit begangen wurden. Hinzukommt eine mehr oder weniger offen erklärte EU-Feindschaft durch weltpolitische Akteure wie Trump und Putin. Die Kräfte des Zusammenhalts scheinen demgegenüber am Schwinden, die Verteidigung der EU als politisches Projekt vergleichsweise schwach. Die europäische Integration hat viele Feinde, der Nationalismus ist in vielen Ländern Staatsdoktrin geworden, der Traum eines geeinten Europa hingegen kaum noch attraktiv.
Die neue Lust an der ZerstörungOder wie die Demokratie ihre Fassung bewahrt

Samstag 3. Nov 2018

10:00

18:00

Uhr

Schauspiel Frankfurt am Main

Das öffentliche Klima wird derzeit rauer. In Gesellschaft und Politik macht sich eine neue Lust an der Zerstörung breit. International und national, digital und analog, rechts und links gilt: Lieber vor einem Scherbenhaufen stehen als sich in das Korsett der hergebrachten Ordnung zwängen zu müssen.
1968-2018: What is left?Errungenschaften und Bürde eines politischen Aufbruchs

Samstag 28. Apr 2018

10:00

18:00

Uhr

Schauspiel Frankfurt am Main

Die internationale Protestbewegung von 1968 hatte in Frankfurt einen lokalen westdeutschen Schwerpunkt. 50 Jahre später scheint die Revolte entweder Anlass idealisierender Nostalgie oder wütender Diffamierung. Zeit, zu fragen, was „68“ uns heute noch zu sagen hat. Was lässt sich im Europa von 2018 aus den damaligen Protesten lernen? Was ist vom Aufbegehren und vom Aufbruch übriggeblieben, und was davon sollte politisch in die Zukunft weitergetragen werden? Brauchen wir eine Renaissance des Politischen? Gegen welche gesellschaftlichen Verkrustungen muss heute revoltiert werden – und mit welcher moralischen Legitimation? Die Römerberggespräche nehmen das historische Jubiläum zum Anlass einer aktuellen und persönlichen Selbstvergewisserung: Welche Veränderungen brauchen wir heute, und inwieweit helfen oder blockieren uns dabei die Erfahrungen der globalen Protestbewegung von 1968?
Was soll das Theater?Die Zukunft der Städtischen Bühnen

Samstag 21. Okt 2017

10:00

18:00

Uhr

Schauspiel Frankfurt am Main

Mitten in der Innenstadt, gegenüber verspiegelten Bankenfassaden, stehen Frankfurts Städtische Bühnen. Mehr als 50 Jahre waren sie Schauplatz zahlloser Inszenierungen und erlebten denkwürdige Auseinandersetzungen. Nun ist das Bauwerk, die „Theaterdoppelanlage“ am Ende, der Betrieb nur noch befristet geduldet: den Städtischen Bühnen läuft die Zeit davon. Wie soll es mit ihnen weitergehen? Neubau oder Sanierung? Von dem Tag an, an dem die möglichen Kosten bekannt wurden, sind die Debatten leidenschaftlich und kontrovers geführt worden. Zugleich wurde nicht nur die Frage nach dem Standort am Willy-Brandt-Platz gestellt, sondern auch nach der gesellschaftlichen Position des Theaters. Welche Aufgaben sollen Schauspiel und Oper in Zukunft haben? Hat sich das Theater als „moralische Anstalt“ überlebt? Welcher Aufwand lässt sich überhaupt rechtfertigen, wenn die klamme öffentliche Hand dafür finanziell einstehen muss? Sind uns Schauspiel und Oper jeden Aufwand wert, oder müssen wir Theater heute und in Zukunft ganz anders denken?
Die Ohnmacht der AufklärungUnd der Erfolg des Autoritären

Samstag 29. Apr 2017

10:00

17:00

Uhr

Schauspiel Frankfurt am Main

Ein neues politisches Klima hält derzeit Einzug. Kampfbegriffe wie „fake news“, die Beschwörung „alternativer Fakten“ erzeugen ihre eigene Realität. Der Gegensatz von Wahrheit und Lüge scheint aufgehoben. Im „post-faktischen Zeitalter“ schlägt die Stunde der Populisten und Radikalisierer. Die aufgeklärte Gesellschaft muss sich fragen lassen, was sie dem Siegeszug der „gefühlten Wahrheiten“ entgegenzusetzen haben. Sind ihre Debatten nur noch „Aufklärung für die Aufgeklärten“, die Andersdenkende lediglich in ihrer Opposition bestärkt? Der Anti-Intellektualismus hat in Europa wie in den USA unterdessen äußerst wirksam emotionale Ressentiments entwickelt, gegen die kein Vernunftkraut gewachsen zu sein scheint. Die Kraft des besseren Arguments scheint sich aufgezehrt zu haben. Die Lust an der Lüge und der Erfolg des Autoritären sind untrennbar damit verbunden. Wie geht die Gesellschaft, wie gehen Intellektuelle, Künstler, Kabarettisten und Theaterleute damit um? Was kann kritisches Denken heute noch ausrichten? Wie muss es sich selbst hinterfragen, um kritisch zu bleiben? Und wie kann eine kritische Praxis aussehen, die zurück zu den Fakten und wirklichen Problemen führt?
Sehnsucht nach GrenzenIdentitätssuche in Zeiten des Populismus

Samstag 3. Dez 2016

10:00

18:00

Uhr

Schauspiel Frankfurt am Main

In Europa wächst derzeit das Bestreben, das Eigene zu definieren und das heißt: sich abzugrenzen. Grenzzäune sind wieder an den Staatsgrenzen errichtet worden. Gesellschaftliche Gruppen stecken ihre Terrains und Claims auf der Suche nach sozialen, kulturellen und religiösen Eigenheiten immer entschiedener, nicht zuletzt aggressiver ab. Nachdem auch staatliche Obergrenzen für Flüchtlinge heftig diskutiert werden, steht die Frage im Raum, wo die inneren Grenzen der offenen Gesellschaft sind. Die Diskussionen um Burka-Verbote, die Verweigerung von Handschlägen zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen: All das zeigt, begleitet von öffentlicher Empörung, eine nervöse Verunsicherung über die eigene Identität. Was gehört noch unverzichtbar zum gesellschaftlichen, zum kulturellen und religiösen, nicht zuletzt zum nationalen Selbstverständnis? Wo liegt die Grenze, hinter der das Eigene sich auflöst und das Fremde beginnt? Worauf spekuliert ein völkisches Identitätskonzept, das populistische Parteien in ganz Europa derzeit so erfolgreich propagieren, in einer globalisierten Welt? Die Römerberggespräche wollen in Erfahrung bringen, wie mit individuellen Verunsicherungen und einem allgemeinen Unbehagen umgegangen werden kann? Was sagen uns diese Identitätskonflikte über unsere Gesellschaft? Welche Formen der Identität gibt es in einer pluralistischen Gesellschaft? Und wie soll ein liberaler Rechtsstaat mit den Herausforderungen gelebter und beanspruchter Mannigfaltigkeit umgehen? Wieviel Vielfalt können wir ertragen, wieviel Einheit müssen wir fordern, und was darf an wechselseitiger Integration verlangt werden?
Zur Verteidigung der RepublikWas die Gesellschaft in Zukunft zusammenhält

Samstag 12. Mrz 2016

10:00

18:00

Uhr

Schauspiel Frankfurt am Main

Die deutsche Gesellschaft steht unter Druck. Flüchtlingskrise, Terrorangst und weitere Herausforderungen haben zu einer tief greifenden Verunsicherung geführt. Zwar sind vielfach große Solidarität und Bereitschaft, etwas auf sich zu nehmen, zu spüren. Zugleich bringen als bedrohlich wahrgenommene Entwicklungen auch Ängste und Aggressionen hervor; sie lassen eine Spaltung der Gesellschaft und weitere Radikalisierungen befürchten. Diese Vertrauenskrise betrifft nicht nur die Politik, sondern auch Medien, Wirtschaft, Justiz und Wissenschaft. Diese und andere gesellschaftliche Akteure müssen sich nach ihren Antworten auf die aktuellen Herausforderungen fragen lassen. Die Frühjahrsintervention der Römerberggespräche fragt mit und will diskutieren, wie die Zukunft der Gesellschaft konzipiert und gestaltet werden kann: Was bedeuten in diesen Zeiten Gesellschaft und Nation; welcher Idee soll unser Idealismus gelten? Was ist der Grenzwert dessen, was wir aushalten können? Oder anders gesagt: Wie schaffen wir das?
Heilige FamilieHomoehe, Partnerliebe, Kinderkult

Samstag 26. Sep 2015

10:00

18:00

Uhr

Schauspiel Frankfurt am Main

Lange Zeit wurden Ehe und Familie als Grundpfeiler der bürgerlichen Gesellschaft angesehen. Die Rollen und ihre Besetzung schienen fixiert, echte Alternativen kaum verfügbar. Der Fortschritt der Reproduktionsmedizin und der sozialethische Wandel haben die traditionalen Bilder in Frage gestellt – und sie erzeugen neue Konflikte. Die gesellschaftlichen Rollen und wirtschaftlichen Funktionen sind längst nicht mehr selbstverständlich. Stattdessen erscheinen neue Möglichkeiten sozialer Verbindungen, die unsere Natürlichkeitsvorstellungen herausfordern. Zugleich bleiben Ehe und Familie als normatives Modell begehrenswert. Derzeit ist eine Vielzahl von sozialen und technischen Praktiken umstritten: Nach Homoehe und Regenbogenfamilie werden Social Freezing, Inzestverbot und Polyamorie diskutiert. Der Streit betrifft nicht nur die Liberalisierung und rechtlichen Anerkennung der sozialen Rollen, er umfasst auch Fragen der Legitimität des technisch Machbaren. Wo liegen die Grenzen von Ehe und Familie, und wie sollen wir mit den Konflikten umgehen?
Der IslamPartner oder Gegner unserer Zivilgesellschaft?

Samstag 25. Apr 2015

10:00

18:00

Uhr

Schauspiel Frankfurt am Main

"Der Islam gehört zu Deutschland" – dieser Satz, der mittlerweile zum Repertoire aller Parteien links der CSU gehört, ist weniger die Beschreibung eines Zustands als die Markierung einer Herausforderung: Ist der Islam mit hergebrachten Vorstellungen einer „Bürgergesellschaft“ vereinbar – oder ist schon die Frage falsch gestellt? Fordert der Islam das tradierte Selbstverständnis der deutschen Mehrheitsgesellschaft heraus? Muss dieses Selbstverständnis angesichts der Zunahme von Migration neu gefasst werden? Die Römerberggespräche möchten nach Erfahrungen, Chancen und Risiken fragen und auch die Ängste auf beiden Seiten erkunden.
Doch wieder Krieg?Globale Bedrohung und das Dilemma des Friedens

Dienstag 13. Apr 2021

00:00

18:00

Uhr

Schauspiel Frankfurt am Main

Ausgrenzung und EindämmungAlte Ressentiments, neuer Nationalismus in Europa

Samstag 26. Apr 2014

10:00

18:00

Uhr

Schauspiel Frankfurt am Main

INTERVENTION Ausgrenzung und Eindämmung. Alte Ressentiments, neuer Nationalismus in Europa
Print stirbt – na und?Kulturwandel der Öffentlichkeit.

Samstag 4. Mai 2013

10:00

18:00

Uhr

Schauspiel Frankfurt am Main

PostdemokratieHaben wir noch die Wahl?

Samstag 28. Apr 2012

10:00

18:00

Uhr

Schauspiel Frankfurt am Main