Referent_Innen

REFERENT_IN
Wikipedia Bildnachweis: Heike Huslage-Koch, CC BY-SA 4.0, source

Udo Di Fabio

Udo Di Fabio, geb. 1954, war von 1970-1980 Kommunalverwaltungsbeamter bei der Stadt Dinslaken; 1982 Erstes Juristisches Staatsexamen; 1985 Zweites Juristisches Staatsexamen; 1985–1986 Richter beim Sozialgericht Duisburg; 1987 Promotion Rechtswissenschaften; 1990 Promotion Sozialwissenschaften; 1993 Habilitation Rechtswissenschaften an der Universität Bonn; 1993–2003 Professuren an den Universitäten Münster, Trier, München; 1999–2011 Richter des Bundesverfassungsgerichts; seit 2003 an der Universität Bonn; seit 2006 Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und Künste; seit 2017 Direktor des Forschungskollegs normative Gesellschaftsgrundlagen (FnG) in Bonn. Veröffentlichungen (Auswahl): Coronabilanz: Lehrstunde der Demokratie (2021); Die Weimarer Verfassung. Aufbruch und Scheitern (2018); Herrschaft und Gesellschaft (2018); Urheberrecht und Kunstfreiheit unter digitalen Verwertungsbedingungen (2018); Weltwirkung der Reformation (2017); Grundrechtsgeltung in digitalen Systemen (2016); Schwankender Westen (2015); Wachsende Wirtschaft und steuernder Staat (2010); Gewissen, Glaube, Religion (2. Aufl. 2009); Die Kultur der Freiheit (2005); Die Staatsrechtslehre und der Staat (2003); Das Recht offener Staaten. Grundlinien einer Staats- und Rechtstheorie (1998); Risikoentscheidungen im Rechtsstaat (Habilitation Rechtswissenschaften 1994); Offener Diskurs und geschlossene Systeme (Promotion Sozialwissenschaften 1990); Rechtsschutz im parlamentarischen Untersuchungsverfahren (Promotion Rechtswissenschaften 1987).

VITA

    • 2016


      THEMA
      Die deutsche Gesellschaft steht unter Druck. Flüchtlingskrise, Terrorangst und weitere Herausforderungen haben zu einer tief greifenden Verunsicherung geführt. Zwar sind vielfach große Solidarität und Bereitschaft, etwas auf sich zu nehmen, zu spüren. Zugleich bringen als bedrohlich wahrgenommene Entwicklungen auch Ängste und Aggressionen hervor; sie lassen eine Spaltung der Gesellschaft und weitere Radikalisierungen befürchten. Diese Vertrauenskrise betrifft nicht nur die Politik, sondern auch Medien, Wirtschaft, Justiz und Wissenschaft. Diese und andere gesellschaftliche Akteure müssen sich nach ihren Antworten auf die aktuellen Herausforderungen fragen lassen. Die Frühjahrsintervention der Römerberggespräche fragt mit und will diskutieren, wie die Zukunft der Gesellschaft konzipiert und gestaltet werden kann: Was bedeuten in diesen Zeiten Gesellschaft und Nation; welcher Idee soll unser Idealismus gelten? Was ist der Grenzwert dessen, was wir aushalten können? Oder anders gesagt: Wie schaffen wir das?
INDEX