Ein neuer Politikstil macht international Karriere. Er ist gekennzeichnet von Vulgarität, Verrohung und erklärter Rechtsfeindschaft. Machtinteressen werden nicht mehr juristisch bemäntelt. Stattdessen wird das angebliche Recht des Stärkeren zur Staatsdoktrin gemacht – innenpolitisch wie außenpolitisch.
Treibende Kraft hinter dieser Verrohung der politischen Sitten ist ein US-Präsident, der nicht nur die amerikanische Gesellschaft und Kultur, sondern auch die globale Ordnung nach seinen Vorstellungen und Interessen umgestaltet – und sich dabei immer unverhohlener als Monarch oder Cäsar geriert. Inzwischen imitieren auch andere internationale Politiker dieses autokratische Erfolgsmodell.
Die Römerberggespräche wollen diesen Politikstil verstehen. Was bedeuten solche Selbstinszenierungen, worauf gründen sie, und warum stoßen sie teilweise sogar auf Anklang bei den Wählern? Was kann dieser rücksichtslosen Selbstherrlichkeit noch entgegengesetzt werden, oder ist die neue Realität jene alte, in der „die Starken tun, was sie wollen, und die Schwachen ertragen, was sie müssen“ (Thukydides)?
Moderation Hadija Haruna-Oelker und Cécile Schortmann
Hinweis! Am Sonntag, 21. Juni 2026, um 12:04 bringt hr2 kultur eine einstündige Zusammenfassung über unsere 59. Römerberggespräche. Danach ist sie auf der Website des hr2.de (Suche „Römerberggespräche“) zu finden.
Einen Mitschnitt der Veranstaltung finden Sie demnächst auf unserer Homepage. Eine Ankündigung schicken wir per Newsletter an unsere Abonnenten. Melden Sie sich auf der Website für den Newsletter an.






