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Karl Schlögel

Karl Schlögel (* 7. März 1948 in Hawangen bei Memmingen) ist ein deutscher Osteuropa-Historiker und Publizist. Er war Hochschullehrer in Konstanz und Frankfurt (Oder). Seine Forschungsschwerpunkte sind russische und ukrainische Moderne und Stalinismus, russische Diaspora und Dissidentenbewegung, Ostmitteleuropa, insbesondere die Kulturgeschichte ostmitteleuropäischer und osteuropäischer Städte, sowie theoretische Probleme historischer Narration. 2025 wurde Karl Schlögel in der Frankfurter Paulskirche mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.

VITA

    • 2022


      THEMA
      Der 24. Februar 2022 bedeutet für Europa ein böses Erwachen. Bisherige außenpolitische Normen und diplomatische Regeln wurden durch den das Völkerrecht verhöhnenden russischen Überfall auf die territoriale Integrität eines freien Landes in ihren Grundfesten erschüttert, nicht zuletzt ein traditionell verankerter Pazifismus. Zahllose Menschen, aber auch bisherige Gewissheiten sind unter der Kriegsmaschinerie Putins begraben worden. Der Angriff auf die Ukraine hat die Vorstellung einer auf Kooperation gegründeten globalen Ordnung erschüttert. Der Westen sieht sich über Nacht mit geostrategischen Ambitionen konfrontiert, bei denen Russland von Atommächten wie China und Indien Rückendeckung erhält. Putins Krieg zielt nicht nur auf die Ukraine, sondern auch auf die Stabilität und den inneren Frieden westlicher Demokratien. Die offenen Gesellschaften werden beweisen müssen, dass sie der militärischen und geistigen Mobilmachung ihrer Feinde gewachsen sind. Die mit dem Fall der Mauer entstandene Hoffnung auf ewigen Frieden in Europa scheint als Illusion entlarvt worden zu sein. Worauf werden wir uns in Zukunft überhaupt noch verlassen können? Was sollen wir tun? Was dürfen wir hoffen? Moderation Hadija Haruna-Oelker und Alf Mentzer
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