Uwe Volkmann (geb. 1960) ist Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Universität Frankfurt. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Verfassungs- und Demokratietheorie, den Grundrechten und dem Recht der inneren Sicherheit. In den letzten Jahren erschienen von ihm unter anderem die „Grundzüge einer Verfassungslehre der Bundesrepublik Deutschland“ (Mohr Siebeck, Tübingen 2013), ein Lehrbuch zur Rechtsphilosophie (C.H. Beck, München, 2. Aufl. 2023), der Sammelband „Freiheit oder Leben – Das Abwägungsproblem der Zukunft?“ (Mitherausgeber zusammen mit Klaus Günther; Suhrkamp, Berlin 2022), „Demokratie und Vernunft“ (Mohr Siebeck, Tübingen 2024) sowie „Volk revisited“ (Mohr Siebeck, Tübingen 2025).
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2026
THEMAGegen den Aufstieg autoritärer und populistischer Parteien hat national wie international bisher kein Mittel geholfen: Weder Brandmauern noch Anbiederung haben Wirkung gezeigt. Im Gegenteil – gerade die konservativen Parteien werden zwischen Kooperation und Imitation aufgerieben, während sich die Hoffnung, die Autoritären würden sich dabei entzaubern, nicht erfüllt hat. Nun bereiten sich zahlreiche Institutionen und viele Menschen in Deutschland auf ein möglich scheinendes Szenario vor: die Regierungsübernahme einer Partei, die in Teilen als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wird und deren Vertreter offen verfassungsfeindliche Positionen beziehen. Was geschieht, wenn sie in Regierungsverantwortung kommen und politische Macht übernehmen? Wie liefe ein solcher Prozess der Machtübergabe ab, welche Folgen hätte er für die Bundesrepublik – und wie kann die Gesellschaft darauf noch reagieren? Die Römerberggespräche als Ort demokratischer Gesprächskultur und gesellschaftlicher Kontroverse wollen sich dieses Themas annehmen und ihm statt Fatalismus Anschauung und Diskussion entgegensetzen.
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