Zwischen
Wahnsinn
und Methode
Samstag,
20.11.2019,
10 Uhr – 18 Uhr
in der Paulskirche
Frankfurt am Main
Die internationale Protestbewegung von 1968 hatte in Frankfurt einen lokalen westdeutschen Schwerpunkt. 50 Jahre später scheint die Revolte entweder Anlass idealisierender Nostalgie oder wütender Diffamierung. Zeit, zu fragen, was „68“ uns heute noch zu sagen hat.
Was lässt sich im Europa von 2018 aus den damaligen Protesten lernen? Was ist vom Aufbegehren und vom Aufbruch übriggeblieben, und was davon sollte politisch in die Zukunft weitergetragen werden? Brauchen wir eine Renaissance des Politischen? Gegen welche gesellschaftlichen Verkrustungen muss heute revoltiert werden – und mit welcher moralischen Legitimation?
Die Römerberggespräche nehmen das historische Jubiläum zum Anlass einer aktuellen und persönlichen Selbstvergewisserung: Welche Veränderungen brauchen wir heute, und inwieweit helfen oder blockieren uns dabei die Erfahrungen der globalen Protestbewegung von 1968?
10:00 Uhr BEGRÜSSUNG Angela Dorn
Hessische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst
10:15 Uhr Ivan Krastev
Making Sense of the Long 1989 (in englischer Sprache)
11:00 Uhr Diskussion
mit Gunther Hellmann und Ivan Krastev (moderiert von Rebecca C. Schmidt und Uwe Berndt). What happened to the Future of the Liberal International Order?
12:00 Uhr Thomas Biebricher
1989 – Beginn einer geistig-moralischen Wende?
13:00 Uhr MITTAGSPAUSE
14:00 Uhr Steffen Mau
Die gebrochene Gesellschaft – Ressentiments und Systemskepsis in Ostdeutschland
14:50 Uhr Patrice G. Poutrus
Für eine Ostdeutschland-Erzählung, jenseits von Opfermythen und Menschenfeindlichkeit
15:10 Uhr Manuela Bojadžijev
Gefährliche Konjunkturen. Der Osten, Migration und ein Verständnis von Ausgrenzung und Zugehörigkeit
15:30 Uhr Diskussion
mit Manuela Bojadžijev und Patrice G. Poutrus
16:00 Uhr Jana Hensel
Warum alles anders bleibt
17:00 Uhr Stephan Lessenich
Das Leben der Anderen: Solidarität neu denken
Ende gegen 18:00 Uhr













