ist Soziologin und forscht zu politischer Beteiligung, Zivilgesellschaft und sozialen Bewegungen in Europa. Sie lehrt an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und leitet die Nachwuchsgruppe „Konflikt und Soziale Bewegungen“ am Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK), einem Partner im Verbund des Frankfurter Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“. Bis 2017 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Politikwissenschaft der Goethe-Universität sowie am Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“. Priska Daphi promovierte an der Humboldt-Universität zu Berlin und studierte politische Soziologie in Berlin, London und Maastricht. 2015 war sie Humboldt-Fellow am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz. Sie ist Gründungsmitglied des Instituts für Protest- und Bewegungsforschung in Berlin (IPB), mit dem sie regelmäßig Befragungen aktueller Proteste in Deutschland durchführt.
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2018
THEMADie internationale Protestbewegung von 1968 hatte in Frankfurt einen lokalen westdeutschen Schwerpunkt. 50 Jahre später scheint die Revolte entweder Anlass idealisierender Nostalgie oder wütender Diffamierung. Zeit, zu fragen, was „68“ uns heute noch zu sagen hat. Was lässt sich im Europa von 2018 aus den damaligen Protesten lernen? Was ist vom Aufbegehren und vom Aufbruch übriggeblieben, und was davon sollte politisch in die Zukunft weitergetragen werden? Brauchen wir eine Renaissance des Politischen? Gegen welche gesellschaftlichen Verkrustungen muss heute revoltiert werden – und mit welcher moralischen Legitimation? Die Römerberggespräche nehmen das historische Jubiläum zum Anlass einer aktuellen und persönlichen Selbstvergewisserung: Welche Veränderungen brauchen wir heute, und inwieweit helfen oder blockieren uns dabei die Erfahrungen der globalen Protestbewegung von 1968?
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