Prof. Peter Böhm wurde 1954 in Köln geboren. Er studierte Architektur an der Technischen Universität Berlin und arbeitete im Anschluss im Büro Kallmann McKinnell & Wood Architects in Boston, USA. 1987 gründete er in Köln das Architekturbüro Peter Böhm-Friedrich Steinigeweg; seit 2002 führt er sein eigenes Büro, Peter Böhm Architekten, ebenfalls in Köln. Zu der sehr weit geführten Palette verschiedener Bauaufgaben, wie Veranstaltungshallen, Hochschul- und Kulturbauten, Rathäuser, Wohnbauten und Büros gehört auch die Umnutzung alter Bausubstanzen. Zahlreiche Gastvorträge, Seminare (u. a. in Parma und Mailand sowie an der Universidad de Navarra-Pamplona) und Ausstellungen begleiten seine Arbeit als Architekt. Darunter auch die wiederholte Teilnahme an der Architekturbiennale in Venedig: 1992 unter dem Thema „Modernity and the sacred space“, 2001 unter dem Thema „more ethics less aesthetics“ und 2010 Mitwirkung an der Ausstellung im Deutschen Pavillon Venedig. Seit 2015 lehrt er als Professor mit dem Lehrgebiet „Bauen und Gestalten mit massiven Baustoffen (Ziegelstoffe und Beton)“ an der Hochschule Trier.
Seine Bauten, wie die Lanxess-Arena in Köln, die Hochschule für Fernsehen und Film München und das Staatliche Museum Ägyptischer Kunst München, erlangten internationales Ansehen.
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2017
THEMAMitten in der Innenstadt, gegenüber verspiegelten Bankenfassaden, stehen Frankfurts Städtische Bühnen. Mehr als 50 Jahre waren sie Schauplatz zahlloser Inszenierungen und erlebten denkwürdige Auseinandersetzungen. Nun ist das Bauwerk, die „Theaterdoppelanlage“ am Ende, der Betrieb nur noch befristet geduldet: den Städtischen Bühnen läuft die Zeit davon. Wie soll es mit ihnen weitergehen? Neubau oder Sanierung? Von dem Tag an, an dem die möglichen Kosten bekannt wurden, sind die Debatten leidenschaftlich und kontrovers geführt worden. Zugleich wurde nicht nur die Frage nach dem Standort am Willy-Brandt-Platz gestellt, sondern auch nach der gesellschaftlichen Position des Theaters. Welche Aufgaben sollen Schauspiel und Oper in Zukunft haben? Hat sich das Theater als „moralische Anstalt“ überlebt? Welcher Aufwand lässt sich überhaupt rechtfertigen, wenn die klamme öffentliche Hand dafür finanziell einstehen muss? Sind uns Schauspiel und Oper jeden Aufwand wert, oder müssen wir Theater heute und in Zukunft ganz anders denken?
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