#45
Was soll das Theater?

Die Zukunft der Städtischen Bühnen
SAMSTAG, 21. Okt 2017, 1018 Uhr Schauspiel Frankfurt am Main Moderation: HADIJA HARUNA-OELKER und ALF MENTZER FREIER ZUGANG

SAMSTAG

21. Okt 2017

10 Uhr – 18 Uhr

Schauspiel Frankfurt am Main
 
 
DAS THEMA

Mitten in der Innenstadt, gegenüber verspiegelten Bankenfassaden, stehen Frankfurts Städtische Bühnen. Mehr als 50 Jahre waren sie Schauplatz zahlloser Inszenierungen und erlebten denkwürdige Auseinandersetzungen. Nun ist das Bauwerk, die „Theaterdoppelanlage“ am Ende, der Betrieb nur noch befristet geduldet: den Städtischen Bühnen läuft die Zeit davon. Wie soll es mit ihnen weitergehen?

Neubau oder Sanierung? Von dem Tag an, an dem die möglichen Kosten bekannt wurden, sind die Debatten leidenschaftlich und kontrovers geführt worden. Zugleich wurde nicht nur die Frage nach dem Standort am Willy-Brandt-Platz gestellt, sondern auch nach der gesellschaftlichen Position des Theaters. Welche Aufgaben sollen Schauspiel und Oper in Zukunft haben? Hat sich das Theater als „moralische Anstalt“ überlebt? Welcher Aufwand lässt sich überhaupt rechtfertigen, wenn die klamme öffentliche Hand dafür finanziell einstehen muss? Sind uns Schauspiel und Oper jeden Aufwand wert, oder müssen wir Theater heute und in Zukunft ganz anders denken?

Bis die politische Entscheidung gefallen sein wird, ist eine Selbstverständigung der Frankfurter Stadtgesellschaft nötig. Frankfurt wird Verantwortung übernehmen müssen. Denn die Stadt sollte sich nicht zuletzt darüber im Klaren sein, dass sie eine exemplarische Diskussion über die Bedeutung des öffentlich subventionierten Theaters führen wird, die weit über die Rhein-Main-Region hinaus wirken dürfte.

Die Römerberggespräche möchten in der Diskussion erkunden, welche Gestaltungschancen derzeit bestehen.

PROGRAMM
10:00 Begrüßung


10:15 Erika Fischer-Lichte
Wackre neue Welt, die solche Bürger trägt! – Was für ein Theater braucht die Stadt?

11:15 Peter Iden
„What now, my love?“

12:15 Dirk Pilz
Kein Ende der Kritik. Theater und Theaterkritik unter den Bedingungen des Medienwandels

13:00 Mittagspause








14:15 Das Theater, die Stadt, die Zukunft – Wie lässt sich der Willy-Brandt-Platz wiederbeleben?
Peter Böhm und Ernst Ulrich Scheffler im Gespräch

15:30 Welches Theater hätten‘s denn gerne? – Die Zukunft der städtischen Bühnen aus Sicht der Praktiker
Yvonne Büdenhölzer, Bernd Loebe und Anselm Weber im Gespräch

17:00 Necati Öziri
Welche Welt bedeuten diese Bretter? – Das Theater als zeitgenössisches Medium gesellschaftlicher Repräsentation

18:00 Ende











Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität Frankfurt.

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