Jahrgang 1948, emeritierter Professor für Systematische Theologie und Ethik an der LMU München. Er war unter anderem Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin und Stipendiat des Historischen Kollegs München. Auch ist er Visiting Professor an der Seigakuin University in Tokyo und Research Fellow der University of Pretoria. 1999 erhielt er als erster Theologe den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Seine Forschungsschwerpunkte sind theologische und religionsphilosophische Ideengeschichte seit dem 18. Jahrhundert, Deutung moderner Religion und Grundfragen der Ethik. Regelmäßig publiziert er in der FAZ, SZ und NZZ. Buchveröffentlichungen u.a.: „Die Wiederkehr der Götter. Religion in der modernen Kultur“ (1. bis 3. Auflage 2004, Taschenbuch 2007), „Moses Vermächtnis. Über göttliche und menschliche Gesetze“ (1.-3. Auflage 2006), „Missbrauchte Götter. Zum Menschenbilderstreit in der Moderne“ (2009), „Der heilige Zeitgeist. Studien zur Ideengeschichte der protestantischen Theologie in der Weimarer Republik“ (2011), sowie jüngst: „Fachmenschenfreundschaft. Studien zu Troeltsch und Weber“ (2014) und „Götter global. Wie die Welt zum Supermarkt der Religionen wird“ (2014).
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2015
THEMA"Der Islam gehört zu Deutschland" – dieser Satz, der mittlerweile zum Repertoire aller Parteien links der CSU gehört, ist weniger die Beschreibung eines Zustands als die Markierung einer Herausforderung: Ist der Islam mit hergebrachten Vorstellungen einer „Bürgergesellschaft“ vereinbar – oder ist schon die Frage falsch gestellt? Fordert der Islam das tradierte Selbstverständnis der deutschen Mehrheitsgesellschaft heraus? Muss dieses Selbstverständnis angesichts der Zunahme von Migration neu gefasst werden? Die Römerberggespräche möchten nach Erfahrungen, Chancen und Risiken fragen und auch die Ängste auf beiden Seiten erkunden. Teilnehmer: Friedrich Wilhelm Graf, Eren Güvercin, Johanna Pink, Gudrun Krämer, Khola Maryam Hübsch, Thomas Mücke, Samuel Schirmbeck, Lamya Kaddor – Moderation: Alf Mentzer
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