Referent_Innen

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Thomas Biebricher

Thomas Biebricher ist seit 2022 Heisenberg-Professor für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Politische Theorie, Ideengeschichte und Theorien der Ökonomie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. In seinen Forschungen beschäftigt er sich zum einen mit Theorie, Praxis und Kritik des
Neoliberalismus und zum anderen mit der Bedeutung des Konservatismus für liberaldemokratische Gesellschaften. Zuletzt erschienen von ihm: Die politische Theorie des Neoliberalismus (2021). Berlin: Suhrkamp; Geistig-moralische Wende: Die Erschöpfung des deutschen Konservatismus. 2. Erweiterte Auflage (2022). Berlin: Matthes & Seitz; Mitte/Rechts. Die internationale Krise des Konservatismus
(2023). Berlin: Suhrkamp.

 

VITA

    • 2024


      THEMA
      Zuwanderung scheint aktuell das wichtigste Problem Deutschlands zu sein. Mit dem Thema werden Wahlen gewonnen oder verloren. Die Angst vor wachsender Kriminalität, Terroranschlägen ausländischer Täter und die Alarmrufe überforderter Kommunen bilden ein Schreckensszenario, mit dem populistische Parteien das Polit-Establishment vor sich hertreiben. Wer sich heute noch zur Willkommenskultur bekennt, wer das uneingeschränkte Recht auf Asyl verteidigt oder auf die Bedeutung der Migration für den Arbeitsmarkt und die Sozialsysteme verweist, wird als weltfremd und blind für die Sorgen eines Teils der Bevölkerung denunziert. Zeit für einen Faktencheck und mehr Differenzierung: Was ist begründete Sorge, was medialer Hype, was politisch motivierte Panikmache? Was sagt die Kriminalstatistik? Was sind Möglichkeiten, Chancen und Grenzen der politisch gestalteten Zuwanderung? Und was geschieht mit einer Gesellschaft, deren Problembewusstsein sich auf die Frage der Eindämmung unerwünschter Migration verengt? Moderation: Hadija Haruna-Oelker und Alf Mentzer
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