geboren am 02.12.1988, als die Atlantis (OV-104) der NASA zur 27. Space-Shuttle-Mission startete, in Datteln – nur erreichbar von Recklinghausen HBF mit der Buslinie 232, Achtung: Fährt sonntags nur stündlich! – ist seit dem 18. Lebensjahr deutscher Staatsbürger. Er hat Philosophie, Germanistik und Neue Deutsche Literatur in Bochum, Istanbul, Olsztyn und Berlin studiert. Er war Stipendiat der Heinrich-Böll-Stiftung, unterrichtete an der Ruhr-Universität Bochum formale Logik, ist erbitterter Feind von Kälte, Styropor, Scart-Kabeln und Biographien. Öziri gehörte von der Spielzeit 13/14 bis einschließlich zur Spielzeit 16/17 zur Dramaturgie des maxim Gorki Theater, davon zwei Jahre als künstlerischer Leiter des Studio Я. Angeblich schreibt Öziri Kurzgeschichten (Zum Beispiel: Da kommt er, In: entwürfe, Nr.71), sein Debütstück Vorhaut (rowohlt) wurde 2014 am Ballhaus Naunynstraße uraufgeführt, sein aktuelles Stück „GET DEUTSCH OR DIE TRYIN’“ (auch rowohlt) läuft in der Regie von Sebastian Nübling im Maxim Gorki Theater. Bei Wut und anderer Erregung dunkelrote Färbung der Ohren. Seit der Spielzeit ist 17/18 ist Öziri Leiter des Internationalen Formus des Theatertreffen.
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2017
THEMAMitten in der Innenstadt, gegenüber verspiegelten Bankenfassaden, stehen Frankfurts Städtische Bühnen. Mehr als 50 Jahre waren sie Schauplatz zahlloser Inszenierungen und erlebten denkwürdige Auseinandersetzungen. Nun ist das Bauwerk, die „Theaterdoppelanlage“ am Ende, der Betrieb nur noch befristet geduldet: den Städtischen Bühnen läuft die Zeit davon. Wie soll es mit ihnen weitergehen? Neubau oder Sanierung? Von dem Tag an, an dem die möglichen Kosten bekannt wurden, sind die Debatten leidenschaftlich und kontrovers geführt worden. Zugleich wurde nicht nur die Frage nach dem Standort am Willy-Brandt-Platz gestellt, sondern auch nach der gesellschaftlichen Position des Theaters. Welche Aufgaben sollen Schauspiel und Oper in Zukunft haben? Hat sich das Theater als „moralische Anstalt“ überlebt? Welcher Aufwand lässt sich überhaupt rechtfertigen, wenn die klamme öffentliche Hand dafür finanziell einstehen muss? Sind uns Schauspiel und Oper jeden Aufwand wert, oder müssen wir Theater heute und in Zukunft ganz anders denken?
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