Referent_Innen

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Michel Friedman

Julien Michel Friedman, geboren 1956 in Paris, Dr. jur, Dr. phil, Honorarprofessor an der Frankfurt University of Applied Sciences, ehemaliger Geschäftsführender Direktor des Center for Applied European Studies (CAES), ist ein deutsch-französischer Jurist, Philosoph, Publizist, Autor und Moderator. Von 1998-2003 moderierte er den politischen Talk Vorsicht Friedman beim Hessischen Rundfunk sowie ab 2001 die ARD-Sendung Friedman. Seit 2004 war er als Moderator für die politische Sendung Studio Friedman und die Reportagereihe Friedman schaut hin sowie seit April 2021 mit der Talksendung Open End bei WeltN24 tätig. Im Fernsehen war Michel Friedman des Weiteren in den Sendungen Auf ein Wort … mit Michel Friedman und Der Tag bei der Deutschen Welle zu sehen. Seit 2018 moderiert er für den SWR das Demokratieforum im Hambacher Schloss. Seit September 2020 ist Michel Friedman als Moderator Teil der neuen Veranstaltungsreihe Denken ohne Geländer des Jüdischen Museums Frankfurt am Main tätig. Er ist außerdem regelmäßig im Podcast Zukunft Denken des jüdischen Wochenmagazins tachles zu hören. Seit September 2022 ist Michel Friedman Mitglied im Stiftungsrat „Orte der deutschen Demokratiegeschichte“ und des „Jüdischen Museums Berlin“. Im Rahmen seiner Tätigkeit als Autor erschienen folgende Bücher: Kaddisch im Morgengrauen, Roman, Aufbauverlag 2005, Zeitenwende, in Zusammenarbeit mit Harald Welzer, Kiwi-Verlag 2020, Streiten? Unbedingt, Dudenverlag 2021, Fremd, Berlin Verlag/Piper Verlag 2022, Schlaraffenland – abgebrannt, Berlin Verlag/Piper Verlag 2023.

VITA

    • 2023


      THEMA
      Die Erfolge rechtsextremer Parteien scheinen kein Ende zu nehmen – sowohl in Europa wie in Deutschland. Zunehmend verdrängen sie auch die christdemokratischen und gemäßigt-konservativen (Volks-)Parteien. Antidemokratische, geschichtsrevisionistische, rassistische und antisemitische Vorstellungen werden mit einer Schamlosigkeit formuliert, die sich gegen Kritik immunisiert hat. Und der Tabubruch wird als populistische Heldentat gefeiert. Die extreme Rechte leugnet Fakten, inszeniert sich als Opfer und spielt mit ihrer Verfassungsfeindlichkeit. Wie konnte es soweit kommen? Wer versagt hier: die Parteien, die Medien, die Gesellschaft? Worin bestehen wirksame Strategien gegen rechte Instrumentalisierung und Gewalt? Wer schützt die Gesellschaft noch vor dem Absturz in einen neuen Totalitarismus? Ist die Demokratie institutionell so gesichert, dass sie der Radikalisierung in Politik und Gesellschaft wirksam begegnen kann. Welche Möglichkeiten hat die Zivilgesellschaft, die Werte des Grundgesetzes zu verteidigen?
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