Referent_Innen

REFERENT_IN

Martin Saar

ist nach Promotion und Habilitation in Frankfurt Privatdozent am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität; er hat in Berlin, New York und Bremen unterrichtet und vertritt derzeit die Professur für Praktische Philosophie am Philosophischen Seminar der Universität Hamburg. Seine Interessen und Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen in der zeitgenössischen politischen Theorie und Philosophie, der politischen Ideengeschichte und der Sozialphilosophie. Er ist Autor von „Genealogie als Kritik“ (2007), Mitherausgeber von „Autonomie und Heteronomie der Politik. Politisches Denken zwischen Post-Marxismus und Poststrukturalismus“ (2004, zusammen mit dem Frankfurter Arbeitskreis für politische Theorie & Philosophie) und von „Sozialphilosophie und Kritik“ (2009, zusammen mit Rainer Forst, Martin Hartmann, Rahel Jaeggi). Im nächsten Jahr erscheint „Die Immanenz der Macht. Politische Theorie nach Spinoza“.

VITA

    • 2018


      THEMA
      Die internationale Protestbewegung von 1968 hatte in Frankfurt einen lokalen westdeutschen Schwerpunkt. 50 Jahre später scheint die Revolte entweder Anlass idealisierender Nostalgie oder wütender Diffamierung. Zeit, zu fragen, was „68“ uns heute noch zu sagen hat. Was lässt sich im Europa von 2018 aus den damaligen Protesten lernen? Was ist vom Aufbegehren und vom Aufbruch übriggeblieben, und was davon sollte politisch in die Zukunft weitergetragen werden? Brauchen wir eine Renaissance des Politischen? Gegen welche gesellschaftlichen Verkrustungen muss heute revoltiert werden – und mit welcher moralischen Legitimation? Die Römerberggespräche nehmen das historische Jubiläum zum Anlass einer aktuellen und persönlichen Selbstvergewisserung: Welche Veränderungen brauchen wir heute, und inwieweit helfen oder blockieren uns dabei die Erfahrungen der globalen Protestbewegung von 1968?
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