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Karl Schlögel

Karl Schlögel, Jahrgang 1948, studierte in Berlin, Moskau und Leningrad, hatte bis 2013 den Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte in Konstanz und an der Viadrina in Frankfurt an der Oder inne. Zu seinen Büchern zählen u.a.. Terror und Traum. Moskau 1937 (München 2008), Im Raume lesen wir die Zeit (München 2003). Das sowjetische Jahrhundert (München 2017), Entscheidung in Kiew. Ukrainische Lektionen (München 2015, 2022). Er lebt in Berlin.

Karl Schlögel, Jahrgang 1948, studierte in Berlin, Moskau und Leningrad, hatte bis 2013 den Lehrstuhl für Osteuropäische
VITA

    • 2022


      THEMA
      Der 24. Februar 2022 bedeutet für Europa ein böses Erwachen. Bisherige außenpolitische Normen und diplomatische Regeln wurden durch den das Völkerrecht verhöhnenden russischen Überfall auf die territoriale Integrität eines freien Landes in ihren Grundfesten erschüttert, nicht zuletzt ein traditionell verankerter Pazifismus. Zahllose Menschen, aber auch bisherige Gewissheiten sind unter der Kriegsmaschinerie Putins begraben worden. Der Angriff auf die Ukraine hat die Vorstellung einer auf Kooperation gegründeten globalen Ordnung erschüttert. Der Westen sieht sich über Nacht mit geostrategischen Ambitionen konfrontiert, bei denen Russland von Atommächten wie China und Indien Rückendeckung erhält. Putins Krieg zielt nicht nur auf die Ukraine, sondern auch auf die Stabilität und den inneren Frieden westlicher Demokratien. Die offenen Gesellschaften werden beweisen müssen, dass sie der militärischen und geistigen Mobilmachung ihrer Feinde gewachsen sind. Die mit dem Fall der Mauer entstandene Hoffnung auf ewigen Frieden in Europa scheint als Illusion entlarvt worden zu sein. Worauf werden wir uns in Zukunft überhaupt noch verlassen können? Was sollen wir tun? Was dürfen wir hoffen? Moderation Hadija Haruna-Oelker und Alf Mentzer
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