Referent_Innen

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Jannis Panagiotidis

Jannis Panagiotidis ist Historiker und Migrationsforscher. Seit 2020 ist er wissenschaftlicher Leiter des Research Center for the History of Transformations (RECET) an der Universität Wien. Zuvor war er Juniorprofessor für Migration und Integration der Russlanddeutschen an der Universität Osnabrück. Seine Monografie „Postsowjetische Migration in Deutschland: eine Einführung“ ist 2021 im Beltz Juventa Verlag erschienen und wurde in diesem Jahr in die Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung übernommen. In seiner aktuellen Forschung beschäftigt er sich u.a. mit der Geschichte und Gegenwart des antiosteuropäischen Rassismus.

VITA

    • 2022


      THEMA
      Der 24. Februar 2022 bedeutet für Europa ein böses Erwachen. Bisherige außenpolitische Normen und diplomatische Regeln wurden durch den das Völkerrecht verhöhnenden russischen Überfall auf die territoriale Integrität eines freien Landes in ihren Grundfesten erschüttert, nicht zuletzt ein traditionell verankerter Pazifismus. Zahllose Menschen, aber auch bisherige Gewissheiten sind unter der Kriegsmaschinerie Putins begraben worden. Der Angriff auf die Ukraine hat die Vorstellung einer auf Kooperation gegründeten globalen Ordnung erschüttert. Der Westen sieht sich über Nacht mit geostrategischen Ambitionen konfrontiert, bei denen Russland von Atommächten wie China und Indien Rückendeckung erhält. Putins Krieg zielt nicht nur auf die Ukraine, sondern auch auf die Stabilität und den inneren Frieden westlicher Demokratien. Die offenen Gesellschaften werden beweisen müssen, dass sie der militärischen und geistigen Mobilmachung ihrer Feinde gewachsen sind. Die mit dem Fall der Mauer entstandene Hoffnung auf ewigen Frieden in Europa scheint als Illusion entlarvt worden zu sein. Worauf werden wir uns in Zukunft überhaupt noch verlassen können? Was sollen wir tun? Was dürfen wir hoffen? Moderation Hadija Haruna-Oelker und Alf Mentzer
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