ist seit 1996 Professorin für Islamwissenschaft an der Freien Universität Berlin und seit 2007 Direktorin der Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies (Exzellenzinitiative). Als Gastdozentin lehrte sie in Beirut, Bologna, Erfurt, Jakarta, Kairo und Paris. Gudrun Krämer ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Ehrendoktor der Tashkent Islamic University und Mitherausgeberin der Encyclopaedia of Islam Three. 2010 wurde sie mit dem Gerda Henkel Preis ausgezeichnet. Sie arbeitet vor allem zu Geschichte, Politik und Gesellschaft des Vorderen Orients in der Neuzeit, Säkularität, islamischen Bewegungen und islamischer politischer Theorie. Buchveröffentlichungen u.a.: Demokratie im Islam (2011); Hasan al-Banna (2010); A History of Palestine (2008); Speaking for Islam. Religious Authorities in Muslim Societies (Hg. mit Sabine Schmidtke) (2006); Geschichte des Islam (2005) und Gottes Staat als Republik. Reflexionen zeitgenössischer Muslime zu Islam, Menschenrechten und Demokratie (1999).
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2015
THEMA"Der Islam gehört zu Deutschland" – dieser Satz, der mittlerweile zum Repertoire aller Parteien links der CSU gehört, ist weniger die Beschreibung eines Zustands als die Markierung einer Herausforderung: Ist der Islam mit hergebrachten Vorstellungen einer „Bürgergesellschaft“ vereinbar – oder ist schon die Frage falsch gestellt? Fordert der Islam das tradierte Selbstverständnis der deutschen Mehrheitsgesellschaft heraus? Muss dieses Selbstverständnis angesichts der Zunahme von Migration neu gefasst werden? Die Römerberggespräche möchten nach Erfahrungen, Chancen und Risiken fragen und auch die Ängste auf beiden Seiten erkunden. Teilnehmer: Friedrich Wilhelm Graf, Eren Güvercin, Johanna Pink, Gudrun Krämer, Khola Maryam Hübsch, Thomas Mücke, Samuel Schirmbeck, Lamya Kaddor – Moderation: Alf Mentzer
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