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Felix Lange

Felix Lange ist seit 2023 Professor für Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht sowie Direktor des Instituts für Völkerrecht und ausländisches öffentliches Recht an der Universität zu Köln. Zuvor wurde er an der Humboldt Universität zu Berlin promoviert und habilitiert. Derzeit verfolgt er das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt „The Struggle for the Right to Wage War – The Pivotal 1930s“. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich des Völkerrechts, des Wehrverfassungsrechts und der Rechtsgeschichte des 20. Jahrhunderts.

VITA

    • 2026


      THEMA
      Ein neuer Politikstil macht international Karriere. Er ist gekennzeichnet von Vulgarität, Verrohung und erklärter Rechtsfeindschaft. Machtinteressen werden nicht mehr juristisch bemäntelt. Stattdessen wird das angebliche Recht des Stärkeren zur Staatsdoktrin gemacht – innenpolitisch wie außenpolitisch. Treibende Kraft hinter dieser Verrohung der politischen Sitten ist ein US-Präsident, der nicht nur die amerikanische Gesellschaft und Kultur, sondern auch die globale Ordnung nach seinen Vorstellungen und Interessen umgestaltet – und sich dabei immer unverhohlener als Monarch oder Cäsar geriert. Aber auch andere autokratische Politiker repräsentieren international diese Führerkultur, die in vielfacher Weise demokratisch-republikanischen Vorstellungen widerspricht. Die Römerberggespräche wollen diesen Politikstil verstehen. Was bedeuten solche Selbstinszenierungen, worauf gründen sie, und warum stoßen sie teilweise sogar auf Anklang bei den Wählern? Was kann dieser rücksichtslosen Selbstherrlichkeit noch entgegengesetzt werden, oder ist die neue Realität jene alte, in der „die Starken tun, was sie wollen, und die Schwachen ertragen, was sie müssen“ (Thukydides)?
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