ist freier Architekt (Prof. Christoph Mäckler Architekten) und Professor am Lehrstuhl für Städtebau der Technischen Universität Dortmund. Er wurde 1951 in Frankfurt am Main geboren, erhielt seine Ausbildung am humanistischen Gymnasium und später als Architekturstudent an der Technischen Hochschule in Aachen (Diplom 1980). Bereits 1979 wurde er mit dem Schinkelpreis ausgezeichnet. 1981 gründete er ein eigenes Büro für Architektur und Stadtentwicklung in Frankfurt am Main. Seit 1998 ist er ordentlicher Professor für Städtebau an der TU Dortmund und seit 2008 als Direktor und Begründer des Deutschen Instituts für Stadtbaukunst Berater für zahlreiche Städte.
Publikationen (Auswahl): Frankfurt-Projekt (1987), Werkstoff Stein (2004), Stadtbaukunst – Das Ensemble (2007), Die Rematerialisierung der Moderne (2008), Stadtbaukunst – Der Hauseingang (2009), Dortmunder Vorträge zur Stadtbaukunst No. 1 (2010), Dortmunder Vorträge zur Stadtbaukunst No. 2 (2010), Stadtbaukunst – Die Treppe (2010), Dortmunder Vorträge zur Stadtbaukunst No. 3 (2010), Zehn Grundsätze zur Stadtbaukunst (2011), Stadtbaukunst – Ornament und Detail (2012), Der Eckgrundriss (2013), Stadt und Architektur – Stadt und Planung (2013), Stadtbaukunst – Der städtische Hof (2013/2014), Die normale Stadt und ihre Häuser (2014), Stadtbild und Energie (2014), Stadtbaukunst – Der Stein in der Fassade (2014).
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2016
THEMAIn Europa wächst derzeit das Bestreben, das Eigene zu definieren und das heißt: sich abzugrenzen. Grenzzäune sind wieder an den Staatsgrenzen errichtet worden. Gesellschaftliche Gruppen stecken ihre Terrains und Claims auf der Suche nach sozialen, kulturellen und religiösen Eigenheiten immer entschiedener, nicht zuletzt aggressiver ab. Nachdem auch staatliche Obergrenzen für Flüchtlinge heftig diskutiert werden, steht die Frage im Raum, wo die inneren Grenzen der offenen Gesellschaft sind. Die Diskussionen um Burka-Verbote, die Verweigerung von Handschlägen zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen: All das zeigt, begleitet von öffentlicher Empörung, eine nervöse Verunsicherung über die eigene Identität. Was gehört noch unverzichtbar zum gesellschaftlichen, zum kulturellen und religiösen, nicht zuletzt zum nationalen Selbstverständnis? Wo liegt die Grenze, hinter der das Eigene sich auflöst und das Fremde beginnt? Worauf spekuliert ein völkisches Identitätskonzept, das populistische Parteien in ganz Europa derzeit so erfolgreich propagieren, in einer globalisierten Welt? Die Römerberggespräche wollen in Erfahrung bringen, wie mit individuellen Verunsicherungen und einem allgemeinen Unbehagen umgegangen werden kann? Was sagen uns diese Identitätskonflikte über unsere Gesellschaft? Welche Formen der Identität gibt es in einer pluralistischen Gesellschaft? Und wie soll ein liberaler Rechtsstaat mit den Herausforderungen gelebter und beanspruchter Mannigfaltigkeit umgehen? Wieviel Vielfalt können wir ertragen, wieviel Einheit müssen wir fordern, und was darf an wechselseitiger Integration verlangt werden?
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