Referent_Innen

REFERENT_IN

Angela Dorn

Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, geboren 1982 in Aschaffenburg. 2001 Abitur an der Maria-Ward-Schule, Aschaffenburg. Von 2001 bis 2002 Freiwilliges soziales Jahr in der evangelischen Kinder- und Jugendhilfe Würzburg. Von 2002 bis 2008 Studium der Psychologie an der Philipps-Universität Marburg, Abschluss Diplom-Psychologin. Von 04/2008 bis 01/2009 Diplom- Psychologin in der forensischen Psychiatrie Haina. Verheiratet, drei Töchter. 2006 – 2018 Mitglied der Stadtverordnetenversammlung in Marburg, bis 2010: Vorsitzende der GRÜNEN Jugend Hessen, seit 2009 Mitglied des Hessischen Landtags, 2013: Spitzenkandidatin der GRÜNEN zur Landtagswahl in Hessen, 2014 bis 2017: Parlamentarische Geschäftsführerin der Landtagsfraktion, 2017 bis 2019 Vorsitzende von Bündnis 90/DIE GRÜNEN Hessen, seit Januar 2019: Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst.

VITA

    • 2021


      THEMA
      Die Pandemie gerät zum Stresstest – nicht nur für das Individuum, sondern auch für das politische System. Grundrechte werden eingeschränkt, Gesetze zu Verordnungen verkürzt. Die Regierung inszeniert sich als effizienter Krisenmanager, der aus wissenschaftlichen Erkenntnissen alternativlose Konsequenzen zieht. Grenzüberschreitend werden angesichts der viralen Bedrohung Rückfälle in autoritär anmutendes Staatshandeln und überwunden geglaubten Nationalismus sichtbar. Bleibt den Bürger*innen derweil nur noch Angst und Ohnmacht, wenn Experten das Sagen haben? Welche Langzeitfolgen wird der fortgesetzte Lockdown haben – psychisch und politisch? Was wird aus individueller Freiheit, wechselseitigem Vertrauen und staatsbürgerlicher Souveränität? Wie verändert sich das Verhältnis von Staat, Wissenschaft und Gesellschaft? Wie kann die Zivilgesellschaft wieder zum Ort einer kritischen Öffentlichkeit werden? Wieviel Vertrauen müssen wir dem staatlichen Handeln und wissenschaftlicher Wahrheit gegenüber aufbringen; wie sehr können wir es in Frage stellen – ohne haltlosem Verschwörungsglauben in die Hände zu spielen? In Krisenzeiten werden die Grenzen und Möglichkeiten des Politischen neu bestimmt – mit welchen Risiken und Nebenwirkungen? Das fragen die Römerberggespräche im Superwahljahr 2021 und vier Monate vor der Bundestagswahl.
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