Referent_Innen

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Alice Bota

Alice Bota wurde am 15. Dezember 1979 im polnischen Krapkowice, Oberschlesien, geboren. 1988 Emigration nach Norddeutschland. 1999 machte sie Abitur, kurz darauf Beginn des Studiums der Politikwissenschaft und Neueren Deutschen Literatur in Kiel, Poznan (Polen), Berlin und Potsdam.

2005 wurde sie an der Deutschen Journalistenschule in München angenommen. Seit Juni 2007 arbeitet sie als Redakteurin für DIE ZEIT und ist Mitglied des außenpolitischen Teams. Mehrere Stipendien in den USA, Russland und Polen.

Auszeichnungen: Axel-Springer-Preis (2009), Newcomer des Jahres (Platz 3 mit Khuê Pham und Özlem Topcu, 2013), Berliner Fortschrittspreis (2015), N-Ost Reportagepreis (2017), Deutscher Jouranlistenpreis (2016), beste Politikjournalistin des Jahres 2022 (Platz 5), nominiert für den deutschen Sachbuchpreis 2022.

Publikationen: Wir Neuen Deutschen (Rowohlt 2012, mit Khuê Pham und Özlem Topcu), Testfall Ukraine (Suhrkamp, Essay-Sammlung), Die Frauen von Belarus. Von Revolution, Mut und dem Drang nach Freiheit (2021).

Von November 2015 bis 2021 leitete Alice Bota das ZEIT-Büro in Moskau und war für den postsowjetischen Raum zuständig. Sie reist regelmäßig in die Ukraine,Südkaukasus und Belarus. Bis Sommer 2022 ist sie in Elternzeit.

VITA

    • 2022


      THEMA
      Der 24. Februar 2022 bedeutet für Europa ein böses Erwachen. Bisherige außenpolitische Normen und diplomatische Regeln wurden durch den das Völkerrecht verhöhnenden russischen Überfall auf die territoriale Integrität eines freien Landes in ihren Grundfesten erschüttert, nicht zuletzt ein traditionell verankerter Pazifismus. Zahllose Menschen, aber auch bisherige Gewissheiten sind unter der Kriegsmaschinerie Putins begraben worden. Der Angriff auf die Ukraine hat die Vorstellung einer auf Kooperation gegründeten globalen Ordnung erschüttert. Der Westen sieht sich über Nacht mit geostrategischen Ambitionen konfrontiert, bei denen Russland von Atommächten wie China und Indien Rückendeckung erhält. Putins Krieg zielt nicht nur auf die Ukraine, sondern auch auf die Stabilität und den inneren Frieden westlicher Demokratien. Die offenen Gesellschaften werden beweisen müssen, dass sie der militärischen und geistigen Mobilmachung ihrer Feinde gewachsen sind. Die mit dem Fall der Mauer entstandene Hoffnung auf ewigen Frieden in Europa scheint als Illusion entlarvt worden zu sein. Worauf werden wir uns in Zukunft überhaupt noch verlassen können? Was sollen wir tun? Was dürfen wir hoffen? Moderation Hadija Haruna-Oelker und Alf Mentzer
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