Adam Michnik [ˈadam ˈmixɲik] (* 17. Oktober 1946 in Warschau) ist ein polnischer Essayist und politischer Publizist. Er ist Chefredakteur der liberalen größten Tageszeitung des Landes Gazeta Wyborcza und ehemaliger antikommunistischer Dissident. Adam Michnik wurde 1946 in Warschau als Sohn von Ozjasz Szechter und Helena Michnik geboren. Er wuchs in einer jüdischen Familie auf. Beide Eltern waren vor dem Zweiten Weltkrieg in der (politisch bedeutungslosen) polnischen kommunistischen Bewegung aktiv: Der Vater war Mitglied des Zentralkomitees der KP der West-Ukraine, damals Teil der Kommunistischen Partei Polens (KPP); die Mutter war Funktionärin einer kommunistischen Jugendorganisation. Adam Michniks Halbbruder mütterlicherseits, Stefan (1929–2021), war Richter während des Stalinismus in Nachkriegspolen und an Schauprozessen gegen den ehemaligen nichtkommunistischen Widerstand beteiligt. Er wanderte 1968 nach Schweden aus.[1] Ein Stiefbruder, Jerzy, wanderte zunächst nach Israel und darauf in die USA aus.
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2000
THEMATEILNEHMER: Nicholas Boyle, Luciana Castellina, György Dalos, Klaus von Dohnanyi, Joachim Gauck, Anne-Marie Le Gloannec, Pascale Hugues, Jewgenij Jewtuschenko, Jürgen Kocka, Salomon Korn, Peter Merseburger, Adam Michnik, Hans Mommsen, Herta Müller, Oskar Negt, Rachel Salamander, Karl Schlögel, Hagen Schulze, Richard Swartz, Hans-Ulrich Wehler – MODERATION: Erhard Denninger, Wilfried F. Schoeller
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