lehrt seit 2014 Soziologie mit dem Schwerpunkt Soziale Entwicklungen und Strukturen an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zuvor hatte er, nach der Habilitation an der Georg-August-Universität Göttingen im Jahr 2002, seit 2004 eine Professur für Vergleichende Gesellschafts- und Kulturanalyse am Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena inne. Von 2013 bis 2017 war er Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Zu seinen Buchveröffentlichungen zählen „Die Neuerfindung des Sozialen“ (Transcript 2008), „Soziologie – Kapitalismus – Kritik“ (mit Klaus Dörre und Hartmut Rosa, Suhrkamp 2009) sowie „Neben uns die Sintflut. Die Externalisierungsgesellschaft und ihr Preis“ (Hanser 2016, mit Übersetzungen ins Englische, Spanische und Französische). Zuletzt erschien von ihm „Grenzen der Demokratie. Teilhabe als Verteilungsproblem“ (Reclam 2019).
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2019
THEMA1989 endete nicht nur eine Epoche der deutschen Geschichte. Auch der Ost-West Gegensatz schien in der Folge glücklich überwunden, offene europäische Grenzen und Demokratisierung ehemaliger Diktaturen verhießen eine bessere Zukunft.Längst ist diese Aufbruchsstimmung einem politischen Kater gewichen. Innerhalb Europas sind neue Spaltungen entstanden, und auch global haben Mauern und Grenzen wieder Konjunktur. Sorgen um soziale Sicherheit, künftigen Wohlstand und ökologische Angstvisionen sind an die Stelle der 89er-Euphorie getreten.Die Römerberggespräche nehmen das 30-jährige Jubiläum des Mauerfalls zum Anlass einer kritischen Bilanz der globalen Gegenwart: Wo verlaufen heute die großen Konfliktlinien und Gräben, und wo müsste 2019 ein vergleichbar mutiger Aufbruch in eine neue Epoche gewagt werden?
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