Referent_Innen

REFERENT_IN

Manuela Bojadžijev

Manuela Bojadžijev ist Professorin am Berliner Institut für Migrationsforschung (BIM) und am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität. Ihre Arbeitsschwerpunkte umfassen
Migrationsforschung in globaler Perspektive sowie globalisierte und digitale Kulturen. Neben
konzeptionellen, methodologischen und epistemischen Fragen der Migrationsforschung interessiert sie sich für den »Streit um Migration« in Migrationsgesellschaften und dafür, wie gesellschaftlicher Wandel in und durch Repräsentationen von Migration und Flucht erzählt, gelebt und ausgetragen wird. Darüber hinaus untersucht sie in zahlreichen, oft kooperativ angelegten Projekten aktuelle
Transformationsprozesse von Mobilität, Migration und Rassismus im Zusammenspiel mit
Veränderungen von Arbeit und Alltag durch Digitalisierung und Logistik, insbesondere in urbanen
Räumen und geopolitischen Konstellationen.

 

VITA

    • 2024


      THEMA
      Zuwanderung scheint aktuell das wichtigste Problem Deutschlands zu sein. Mit dem Thema werden Wahlen gewonnen oder verloren. Die Angst vor wachsender Kriminalität, Terroranschlägen ausländischer Täter und die Alarmrufe überforderter Kommunen bilden ein Schreckensszenario, mit dem populistische Parteien das Polit-Establishment vor sich hertreiben. Wer sich heute noch zur Willkommenskultur bekennt, wer das uneingeschränkte Recht auf Asyl verteidigt oder auf die Bedeutung der Migration für den Arbeitsmarkt und die Sozialsysteme verweist, wird als weltfremd und blind für die Sorgen eines Teils der Bevölkerung denunziert. Zeit für einen Faktencheck und mehr Differenzierung: Was ist begründete Sorge, was medialer Hype, was politisch motivierte Panikmache? Was sagt die Kriminalstatistik? Was sind Möglichkeiten, Chancen und Grenzen der politisch gestalteten Zuwanderung? Und was geschieht mit einer Gesellschaft, deren Problembewusstsein sich auf die Frage der Eindämmung unerwünschter Migration verengt? Moderation: Hadija Haruna-Oelker und Alf Mentzer
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