1976 geboren und aufgewachsen in Leipzig, Studium der Germanistik und Romanistik in Leipzig, Aix-en-Provence und Berlin. 2002 erschien das Generationenbuch „Zonenkinder“, das über ein Jahr auf der Spiegel-Bestsellerliste stand. Danach als freie Journalistin unter anderem für Die Zeit und Zeit Magazin tätig. Weitere Buchveröffentlichungen. 2010 gewann sie den Theodor-Wolff-Preis in der Kategorie Essay für den Text „Vater Morgana“ aus dem Zeit Magazin. Von 2012 bis 2014 war sie Mitglied der Chefredaktion der Wochenzeitung der Freitag. 2017 erschien ihr erster Roman „Keinland“. Seit 2018 Autorin von Zeit Online. 2018 erschien gemeinsam mit dem Soziologen Wolfgang Engler der Gesprächsband: „Wer wir sind. Die Erfahrung, ostdeutsch zu sein“ und im August 2019 „Wie alles anders bleibt. Geschichten aus Ostdeutschland“.
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2019
THEMA1989 endete nicht nur eine Epoche der deutschen Geschichte. Auch der Ost-West Gegensatz schien in der Folge glücklich überwunden, offene europäische Grenzen und Demokratisierung ehemaliger Diktaturen verhießen eine bessere Zukunft.Längst ist diese Aufbruchsstimmung einem politischen Kater gewichen. Innerhalb Europas sind neue Spaltungen entstanden, und auch global haben Mauern und Grenzen wieder Konjunktur. Sorgen um soziale Sicherheit, künftigen Wohlstand und ökologische Angstvisionen sind an die Stelle der 89er-Euphorie getreten.Die Römerberggespräche nehmen das 30-jährige Jubiläum des Mauerfalls zum Anlass einer kritischen Bilanz der globalen Gegenwart: Wo verlaufen heute die großen Konfliktlinien und Gräben, und wo müsste 2019 ein vergleichbar mutiger Aufbruch in eine neue Epoche gewagt werden?
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