is the chairman of the Centre for Liberal Strategies in Sofia and permanent fellow at the Institute for Human Sciences, IWM Vienna. He is a founding board member of the European Council on Foreign Relations, a member of the Board of Trustees of The International Crisis Group and is a contributing opinion writer for the New York Times. He is a Mercator Senior Fellow (May-December 2019). His latest books in English are “After Europe” (UPenn Press, May 2017; Deutsch: Europadämmerung. Ein Essay. Suhrkamp Berlin, Berlin 2017); “Democracy Disrupted. The Global Politics on Protest” (UPenn Press, May 2014); “In Mistrust We Trust: Can Democracy Survive When We Don’t Trust Our Leaders?” (TED Books, 2013). Ivan Krastev is a co-author with Stephen Holmes of a forthcoming book “The Light that Failed” (Penguin, 2019) on perils of the politics of imitation.
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2019
THEMA1989 endete nicht nur eine Epoche der deutschen Geschichte. Auch der Ost-West Gegensatz schien in der Folge glücklich überwunden, offene europäische Grenzen und Demokratisierung ehemaliger Diktaturen verhießen eine bessere Zukunft.Längst ist diese Aufbruchsstimmung einem politischen Kater gewichen. Innerhalb Europas sind neue Spaltungen entstanden, und auch global haben Mauern und Grenzen wieder Konjunktur. Sorgen um soziale Sicherheit, künftigen Wohlstand und ökologische Angstvisionen sind an die Stelle der 89er-Euphorie getreten.Die Römerberggespräche nehmen das 30-jährige Jubiläum des Mauerfalls zum Anlass einer kritischen Bilanz der globalen Gegenwart: Wo verlaufen heute die großen Konfliktlinien und Gräben, und wo müsste 2019 ein vergleichbar mutiger Aufbruch in eine neue Epoche gewagt werden?
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