Ferdinand Weber, geboren 1987; Studium der Rechtswissenschaft an der Georg-August-Universität Göttingen und Eötvös-Loránd-Universität Budapest; 2013 Erste Juristische Staatsprüfung und Magister Legum Europae; 2013–2017 wiss. Mitarbeiter am Institut für Völkerrecht und Europarecht der Universität Göttingen; Februar 2018 Promotion durch die Juristische Fakultät der Universität Göttingen; 2017-2019 Juristischer Vorbereitungsdienst und Zweite Juristische Staatsprüfung; 2019–2025 wissenschaftlicher Mitarbeiter, ab 2021 Akademischer Rat a.Z. am Institut für Völkerrecht und Europarecht der Universität Göttingen; Winter 2025/26 Vertretungsprofessur im Fachbereich Öffentliches Recht an der Universität Bremen.
-
-
2025
THEMAEin Gespenst geht wieder um in Deutschland – 2026 kommt der Wehrdienst zurück „Zunächst freiwillig“, wie es heißt. Angesichts der veränderten Sicherheitslage in Europa seit dem russischen Angriff auf die Ukraine ist die Frage nach der "Kriegstüchtigkeit" wieder aktuell – und mit ihr die Frage, was Einzelne für den Staat leisten sollen. Kann der Dienst am Gemeinwesen – sei es an der Waffe oder im sozialen Jahr – zur Pflicht werden, und wären gegebenenfalls Frauen auch einbezogen? Wird die alte Wehrpflicht wiederkommen oder vielmehr eine neue allgemeine Dienstpflicht? Musterungen (für Männer) soll es jedenfalls ab Mitte 2027 verpflichtend geben. Was heißt das für das tiefere Grundverständnis unserer Demokratie? Und was ist eigentlich aus dem bundesrepublikanischen Pazifismus der vergangenen Jahrzehnte und dem Wunsch nach einer feministischen Außenpolitik geworden? Denn wenn sich die Bundeswehr als Spiegel der Gesellschaft versteht, dann bekommen die Fragen nach ihrer Rolle und dem zugehörigen Menschenbild noch einmal eine grundsätzlichere Dimension.
-