Referent_Innen

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Andreas Zick

Andreas Zick ist Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) sowie Professor für Sozialisation und Konfliktforschung an der Universität Bielefeld. Dort baut er gerade auch die Konfliktakademie ConflictA auf. Weiterhin ist er Projektleiter beim Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ-risc.de). 1996 hat er zum Thema Vorurteile und Rassismus an der Phillips-Universität Marburg promoviert und wurde 2009 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg habilitiert. Er hat 2016 den Communicator-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft erhalten. Seit 2014 gibt er die Mitte-Studien heraus, die über rechtsextreme und demokratiegefährdende Einstellungen in Deutschland berichten. Seit 2022 koordiniert er das Wissensnetzwerk Rechtsextremismusforschung.

VITA

    • 2023


      THEMA
      Die Erfolge rechtsextremer Parteien scheinen kein Ende zu nehmen – sowohl in Europa wie in Deutschland. Zunehmend verdrängen sie auch die christdemokratischen und gemäßigt-konservativen (Volks-)Parteien. Antidemokratische, geschichtsrevisionistische, rassistische und antisemitische Vorstellungen werden mit einer Schamlosigkeit formuliert, die sich gegen Kritik immunisiert hat. Und der Tabubruch wird als populistische Heldentat gefeiert. Die extreme Rechte leugnet Fakten, inszeniert sich als Opfer und spielt mit ihrer Verfassungsfeindlichkeit. Wie konnte es soweit kommen? Wer versagt hier: die Parteien, die Medien, die Gesellschaft? Worin bestehen wirksame Strategien gegen rechte Instrumentalisierung und Gewalt? Wer schützt die Gesellschaft noch vor dem Absturz in einen neuen Totalitarismus? Ist die Demokratie institutionell so gesichert, dass sie der Radikalisierung in Politik und Gesellschaft wirksam begegnen kann. Welche Möglichkeiten hat die Zivilgesellschaft, die Werte des Grundgesetzes zu verteidigen?
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