Olaf Sundermeyer (*1973 in Dortmund) ist Journalist und Buchautor (u.a. „Blaues Land“, „Gauland“, „In der NPD“) und lebt in Brandenburg. Er arbeitet seit 2012 als Redakteur im Investigativteam des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) mit Schwerpunkten zum politischen Extremismus und inneren Sicherheit. Er ist Autor zahlreicher ARD-Fernsehdokumentationen und wurde für seine Recherchen mehrfach ausgezeichnet. Sundermeyer studierte Journalistik und Jura im Ruhrgebiet, absolvierte sein Redaktionsvolontariat bei der Hessisch/Niedersächsischen Allgemeinen (HNA) in Kassel und publizierte als freier Autor überregionaler Redaktionen jahrelang in Text, Ton und Bild. Den Aufstieg der AfD verfolgt er von Beginn an aus der Nähe.
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2026
THEMAGegen den Aufstieg autoritärer und populistischer Parteien hat national wie international bisher kein Mittel geholfen: Weder Brandmauern noch Anbiederung haben Wirkung gezeigt. Im Gegenteil – gerade die konservativen Parteien werden zwischen Kooperation und Imitation aufgerieben, während sich die Hoffnung, die Autoritären würden sich dabei entzaubern, nicht erfüllt hat. Nun bereiten sich zahlreiche Institutionen und viele Menschen in Deutschland auf ein möglich scheinendes Szenario vor: die Regierungsübernahme einer Partei, die in Teilen als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wird und deren Vertreter offen verfassungsfeindliche Positionen beziehen. Was geschieht, wenn sie in Regierungsverantwortung kommen und politische Macht übernehmen? Wie liefe ein solcher Prozess der Machtübergabe ab, welche Folgen hätte er für die Bundesrepublik – und wie kann die Gesellschaft darauf noch reagieren? Die Römerberggespräche als Ort demokratischer Gesprächskultur und gesellschaftlicher Kontroverse wollen sich dieses Themas annehmen und ihm statt Fatalismus Anschauung und Diskussion entgegensetzen.
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