Nina Kolleck ist Professorin für Erziehungs- und Sozialisationstheorie an der Universität Potsdam und Politikwissenschaftlerin. Ihre Forschung beschäftigt sich mit Jugend, Bildung, Demokratie und den gesellschaftlichen Folgen sozialer Medien. 2026 erschien bei Rowohlt Berlin ihr Sachbuch Der Kampf in den Köpfen. Wie TikTok, Instagram & Co unsere Kinder manipulieren, das Platz 2 der Sachbuch-Bestenliste von ZDF, Deutschlandfunk Kultur und DIE ZEIT erreichte. Für ihre Forschung wurde sie vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit einem ERC Grant des Europäischen Forschungsrats sowie dem ARCHES-Preis der Max-Planck-Gesellschaft. Sie ist Mitglied in diversen Beratungsgremien der Bundesregierung, u.a. dem Bundesjugendkuratorium, und berät Politik und öffentliche Institutionen zu Fragen von Bildung, Jugend und gesellschaftlichem Wandel.
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2026
THEMAGegen den Aufstieg autoritärer und populistischer Parteien hat national wie international bisher kein Mittel geholfen: Weder Brandmauern noch Anbiederung haben Wirkung gezeigt. Im Gegenteil – gerade die konservativen Parteien werden zwischen Kooperation und Imitation aufgerieben, während sich die Hoffnung, die Autoritären würden sich dabei entzaubern, nicht erfüllt hat. Nun bereiten sich zahlreiche Institutionen und viele Menschen in Deutschland auf ein möglich scheinendes Szenario vor: die Regierungsübernahme einer Partei, die in Teilen als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wird und deren Vertreter offen verfassungsfeindliche Positionen beziehen. Was geschieht, wenn sie in Regierungsverantwortung kommen und politische Macht übernehmen? Wie liefe ein solcher Prozess der Machtübergabe ab, welche Folgen hätte er für die Bundesrepublik – und wie kann die Gesellschaft darauf noch reagieren? Die Römerberggespräche als Ort demokratischer Gesprächskultur und gesellschaftlicher Kontroverse wollen sich dieses Themas annehmen und ihm statt Fatalismus Anschauung und Diskussion entgegensetzen.
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