Geboren 1981 in Bonn. Auf ein Highschool-Jahr nahe Washington D.C. folgte der Zivildienst am Senckenberg- Institut in Frankfurt am Main. Studium der Philosophie und Amerikanistik an der Goethe-Universität. In jungen Jahren Autor bei der Wochenzeitung „Die Zeit“ und Redakteur bei „Zeit Campus“. Nach einem Arthur F. Burns Fellowship in der Redaktion des „Boston Globe“ Eintritt in die politische Nachrichtenredaktion der F.A.Z. im Jahr 2011, wo er von 2013 an im Schwerpunkt über die AfD und den Rechtsextremismus berichtete. Daraus entstanden die Bücher „Deutschland 2033“, „Was will die AfD?“ und „Der Plan. Strategie und Kalkül des Rechtsterrorismus“. Seit 2019 bei der Sonntagszeitung, seit 2025 als stellvertretender Leiter des Politikressorts.
-
-
2026
THEMAGegen den Aufstieg autoritärer und populistischer Parteien hat national wie international bisher kein Mittel geholfen: Weder Brandmauern noch Anbiederung haben Wirkung gezeigt. Im Gegenteil – gerade die konservativen Parteien werden zwischen Kooperation und Imitation aufgerieben, während sich die Hoffnung, die Autoritären würden sich dabei entzaubern, nicht erfüllt hat. Nun bereiten sich zahlreiche Institutionen und viele Menschen in Deutschland auf ein möglich scheinendes Szenario vor: die Regierungsübernahme einer Partei, die in Teilen als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wird und deren Vertreter offen verfassungsfeindliche Positionen beziehen. Was geschieht, wenn sie in Regierungsverantwortung kommen und politische Macht übernehmen? Wie liefe ein solcher Prozess der Machtübergabe ab, welche Folgen hätte er für die Bundesrepublik – und wie kann die Gesellschaft darauf noch reagieren? Die Römerberggespräche als Ort demokratischer Gesprächskultur und gesellschaftlicher Kontroverse wollen sich dieses Themas annehmen und ihm statt Fatalismus Anschauung und Diskussion entgegensetzen.
-