Anne Rabe ist Schriftstellerin. Sie schreibt Theaterstücke, Drehbücher und Essays. Für ihre Theaterstücke bekam sie zahlreiche Preise und Stipendien. Sie war Teil des Autorenteams von „Warten auf ́n Bus“. In ihren Essays und Artikeln beschäftigt sie sich mit der Gewaltgeschichte Ostdeutschlands, dem Leben von Jan Ullrich, subtilen Formen sexualisierter Gewalt, aber auch mit dem Aufstieg der Rechtsextremen in Deutschland und Europa. Im Frühjahr 2023 wird ihr Debütroman „Die Möglichkeit von Glück“ bei Klett-Cotta veröffentlicht. Der Roman landet nicht nur auf den Shortlists für den Aspekte-Literaturpreis und den Deutschen Buchpreis, sondern auch auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Annes erstes Sachbuch „Das M-Wort. Gegen die Verachtung der Moral“ ist im August 2025 erschienen, ebenfalls bei Klett-Cotta.
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2026
THEMAGegen den Aufstieg autoritärer und populistischer Parteien hat national wie international bisher kein Mittel geholfen: Weder Brandmauern noch Anbiederung haben Wirkung gezeigt. Im Gegenteil – gerade die konservativen Parteien werden zwischen Kooperation und Imitation aufgerieben, während sich die Hoffnung, die Autoritären würden sich dabei entzaubern, nicht erfüllt hat. Nun bereiten sich zahlreiche Institutionen und viele Menschen in Deutschland auf ein möglich scheinendes Szenario vor: die Regierungsübernahme einer Partei, die in Teilen als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wird und deren Vertreter offen verfassungsfeindliche Positionen beziehen. Was geschieht, wenn sie in Regierungsverantwortung kommen und politische Macht übernehmen? Wie liefe ein solcher Prozess der Machtübergabe ab, welche Folgen hätte er für die Bundesrepublik – und wie kann die Gesellschaft darauf noch reagieren? Die Römerberggespräche als Ort demokratischer Gesprächskultur und gesellschaftlicher Kontroverse wollen sich dieses Themas annehmen und ihm statt Fatalismus Anschauung und Diskussion entgegensetzen.
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