Valentina Chiofalo war als Volljuristin im AfD-Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte beschäftigt und arbeitet nun als Verfahrenskoordinatorin. Sie studierte in Berlin Rechtswissenschaft, absolvierte dort auch das Referendariat und ist Doktorandin an der Freien Universität Berlin. Dabei forscht sie verfassungsvergleichend zu der Frage, ob sich identitätspolitische Überlegungen im deutschen, US-amerikanischen und europäischen Verfassungsrecht wiederfinden lassen. Daneben umfassen ihre Schwerpunkte das Antidiskriminierungsrecht sowie reproduktive Rechte, insbesondere im Bereich des Schwangerschaftsabbruchs. Außerdem ist sie Vorsitzende der Kommission Europa- und Völkerrecht im Deutschen Juristinnenbund (djb).
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2026
THEMAGegen den Aufstieg autoritärer und populistischer Parteien hat national wie international bisher kein Mittel geholfen: Weder Brandmauern noch Anbiederung haben Wirkung gezeigt. Im Gegenteil – gerade die konservativen Parteien werden zwischen Kooperation und Imitation aufgerieben, während sich die Hoffnung, die Autoritären würden sich dabei entzaubern, nicht erfüllt hat. Nun bereiten sich zahlreiche Institutionen und viele Menschen in Deutschland auf ein möglich scheinendes Szenario vor: die Regierungsübernahme einer Partei, die in Teilen als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wird und deren Vertreter offen verfassungsfeindliche Positionen beziehen. Was geschieht, wenn sie in Regierungsverantwortung kommen und politische Macht übernehmen? Wie liefe ein solcher Prozess der Machtübergabe ab, welche Folgen hätte er für die Bundesrepublik – und wie kann die Gesellschaft darauf noch reagieren? Die Römerberggespräche als Ort demokratischer Gesprächskultur und gesellschaftlicher Kontroverse wollen sich dieses Themas annehmen und ihm statt Fatalismus Anschauung und Diskussion entgegensetzen.
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