Teilnehmer:
Rudolf Augstein, Peter Bichsel, Roshan Dhunjibhoy, Ingeborg Drewitz, Irenäus Eibl-Eibesfeld, Sybille Engel, Iring Fetscher, Hans-Jürgen Hellwig, Karl Hillermeier, Hilmar Hoffmann, Urs Jaeggi, Eugen Kogon, Klaus Lüderssen, Kurt Luscher, Trudy Michels, Helga Schuchardt, Werner Vitt, Helga Wex, Rosi Wolf-Almannasreh
Moderation:
Eva Demski, Erhard Denninger
Rekonstruktion des Panels:
Dieser Jahrgang reiht sich rückblickend in eine Sequenz von Selbstverständigungsdebatten der Bundesrepublik ein — die Fragen nach einem utopischen Humanismus, nach dem Doppelgesicht des Fortschrittsdenkens, nach den diskriminierten Minderheiten, der Kulturzerstörung und der Sprache der Macht verstanden sich als Beiträge zur Selbsterkundung der Bundesrepublik in den achtziger Jahren. „Diskriminierung“ ist damit das Minderheiten-Thema dieser Reihe, direkt gefolgt 1983 von „Kultur-Zerstörung“.
Ausländerfeindlichkeit / Migration — Rosi Wolf-Almannasreh (Ausländer- und Menschenrechtsarbeit), Roshan Dhunjibhoy (indische Journalistin in der BRD). 1982 ist das Jahr nach dem „Heidelberger Manifest“ und mitten in der Debatte um Anwerbestopp und Rückkehrförderung.
Frauen und Gleichberechtigung — Helga Wex (CDU, Vorsitzende der Frauenvereinigung), Helga Schuchardt (damals FDP), Ingeborg Drewitz.
Recht und Stigmatisierung — Klaus Lüderssen (Strafrecht, Kriminalisierung als Ausgrenzungsmechanismus), Karl Hillermeier (bayerischer Justizminister, CSU — die konservative Gegenposition), Hans-Jürgen Hellwig.
Historische Dimension — Eugen Kogon, als Überlebender und Autor des „SS-Staat“ die Verbindung zur NS-Verfolgung.
Anthropologisch/soziologische Grundfragen — Eibl-Eibesfeldt (Humanethologie, Fremdenfurcht als angeborene Disposition — 1982 eine reizvoll provokante Einladung), Kurt Lüscher, Urs Jaeggi, Iring Fetscher.